Flüchtlinge & Sportvereine

Für eine gute Integration

Flüchtlinge & Sportvereine

LSV legt Maßnahmenpaket zur Integration von ukrainischen Flüchtlingen auf - Förderbedingungen und Antragsformular ab sofort online verfügbar

Soforthilfe für Vereine und Verbände sowie umfassende Einbindung vorhandener Programme und Projekte

Der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) legt ein Maßnahmenpaket für seine Sportvereine und -verbände auf, das aus einem ersten Sofort-Programm zur Integration von Ukraine-Flüchtlingen in Höhe von 50.000 Euro sowie einer umfassenden Einbindung von Projekten und Programmen wie „Integration durch Sport“, „Sport für ALLE“, „KiTa/Schule+Verein“ sowie „Kein Kind ohne Sport!“ besteht.

Dabei greifen LSV und Sportjugend auf die umfangreichen Erfahrungen der Jahre 2015/2016 zurück, als 15.000 bis 20.000 Flüchtlinge in den 2.600 Vereinen des Landes Schleswig-Holstein Aufnahme fanden und der Sport sich als der Integrationsmotor erwies.

„Mit diesem Maßnahmenpaket und der finanziellen Unterstützung für unsere Vereine und Verbände setzen wir einen maßgeblichen wichtigen Baustein unseres breiten gesellschaftspolitischen Engagements und dokumentieren zugleich unsere unbedingte Bereitschaft zur Übernahme sozialer Verantwortung“, so LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, „wir verbinden damit die klare Botschaft, dass jegliche Form von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Hass auf andere Menschen aufgrund ihrer Nationalität, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder kulturellen Herkunft im Sport in Schleswig-Holstein keinen Platz hat. Das Motto „Sport für alle“ hatte selten so viel Bedeutung wie in diesen Tagen.“

Einen wichtigen Beitrag zur Integration der Kriegsflüchtlinge in die Gesellschaft werden auch die 48 Integrationslotsinnen und -lotsen im ganzen Land leisten, die über den Sport hilfreiche Programme und Aktionen für die Geflüchteten in Gang bringen werden.

Das LSV-Maßnahmenpaket umfasst unter anderem:

  • Übernahme des Versicherungsschutzes durch den Landessportverband für alle Kriegsflüchtlinge, die an Angeboten in den Vereinen und Verbänden des Landessportverbandes teilnehmen wollen. Dieser Schutz gilt sowohl für die Sportlerinnen und Sportler als auch für Begleitpersonen.
  • Sensibilisierung der Sportvereine und -verbände bezüglich des Themas Flüchtlinge durch Unterstützung der Netzwerkarbeit mit Organisationen vor Ort sowie Qualifizierung der Vereine und Verbände für dieses Thema.
  • Finanzielle Unterstützung von Einzelmaßnahmen sowie in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen.
  • Aufwandsentschädigungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie ehrenamtlich Engagierte
Solidarität mit der Ukraine!

Die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen stellt auch die Sportvereine rechtlich und organisatorisch vor neue Herausforderungen. Viele Sportvereine engagieren sich bereits mit unterschiedlichsten Aktionen bei der Integration von Flüchtlingen, andere zögern noch.

Dies hat der Kreissportverband Pinneberg e.V. zum Anlass genommen, um in Kooperation mit der Jugendpflege des Kreises Pinneberg mit dem Projekt "Sport interkulturell" auf das Thema Flüchtlinge und organisierter Sport aufmerksam zu machen. Am Donnerstag,  dem 03.12.2015, haben sich Politik, Netzwerkpartner sowie 65 Vertreter aus 27 Sportvereinen beim Themenabend „Wege zur Integration von Flüchtlingen in die Sportvereine“ in der Kreisverwaltung in Elmshorn informiert und diskutiert.

Nach der Begrüßung durch Sönke-Peter Hansen, Vorsitzender des Kreissportverbandes Pinneberg, bestärkte Landrat Oliver Stolz die Vereine, sich weiter in der Integration von Flüchtlingen zu engagieren. Christoph Helms, Jugendamtsleitung/Fachdienstleitung hat die Situation des Jugendamtes beschrieben und über die minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge im Kreis Pinneberg berichtet. Zur rechtlichen und sozialen Situation von Flüchtlingen im Kreis Pinneberg konnte Judith Steeck vom Diakonieverein Migration aufklären. Die Maßnahmen des organisierten Sports für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein wurden von Karsten Lübbe, Programmleiter  Integration durch Sport des Landessportverbandes SH vorgestellt.Günter Quast, Dipl. Finanzwirt/Steuerberater FH wies auf die theoretische Problematik der steuerlichen Auswirkungen in Bezug auf die Gemeinnützigkeit hin. Die Geschäftsführer aus drei Vereinen Uwe Hönke, Geschäftsführer VfL Pinneberg, Frank Böhrens, Geschäftsführer Blau-Weiß 96 Schenefeld und Mark Müller, Geschäftsführer Elmshorner MTV haben einen Überlick über die interkulturelle Öffnung in den Vereinen, die Willkommenskultur und die bereits initiierten Programme und Angebote gegeben.        


Die komplette Präsentation zum Themenabend mit dem Programm und den Präsentationen der einzelnen Referenten finden Sie nachfolgend.
 

Erweiterte Richtlinien zur Förderung von integrativen Maßnahmen durch den LSV SH

Der Landessportverband hat bereits seit März 2015 ein Maßnahmenpaket zur Integration von Geflüchteten in und durch den Sport in Schleswig-Holstein initiiert.

Dieses Maßnahmenpaket beinhaltet u.a.:

  • Übernahme des Versicherungsschutzes für die Geflüchteten
  • Eine themenbezogene Steuerungsgruppe und die Sensibilisierung der Vereine und Verbände bezüglich des Themas Geflüchtete
  • Unterstützung der Netzwerkarbeit vor Ort
  • Qualifizierungsmaßnahmen

Gefördert werden u.a.

  • Aufwandsentschädigungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter
  • Sport- und Spielgeräte sowie Sportbekleidung (max. 50% bei Verbleib im Verein)
  • besondere Integrationsmaßnahmen.
  • Auch die Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit dem Ziel der interkulturellen Öffnung des Vereins kann unterstützt und gefördert werden.


Hier geht es zu den Förderbedingungen und dem Projektantrag.
Weitere Programme und Projekte im Bereich Integration finden Sie auf den Seiten des LSV.