Musterhitzeschutzplan soll Sportler*innen vor hohen Temperaturen schützen
Aktualisierte Fassung bietet auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) konkrete Empfehlungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb bei hohen Temperaturen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Sporttreibende zu den besonders gefährdeten Risikogruppen, wenn es um klimabedingte Gesundheitsgefahren geht. Mit zunehmender Hitze, häufigeren Extremwetterereignissen und steigenden Temperaturen stehen auch Sportvereine vor der Herausforderung, Trainings- und Wettkampfbetrieb entsprechend anzupassen. Genau hier setzt der aktualisierte Musterhitzeschutzplan an: Er bietet praxistaugliche, niedrigschwellige Empfehlungen zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten.
Die Grundlage dafür bildet die erste Version des Plans aus dem Jahr 2024, entwickelt von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e. V., der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, der Sozialbehörde Hamburg, dem Hamburger Sportbund (HSB), dem Hamburger SV und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Anlässlich des Hitzeaktionstages 2025 wurde dieser in die Struktur der offiziellen Musterhitzeschutzpläne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) überführt.
Der Musterhitzeschutzplan versteht sich als dynamisches Instrument und kann je nach regionalen Gegebenheiten, Sportarten oder Altersgruppen angepasst und weiterentwickelt werden. Auch für Zuschauerinnen, Ehrenamtliche und Offizielle - etwa Schieds- oder Kampfrichterinnen - werden Schutzmaßnahmen empfohlen.
Text: ©DOSB
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Sport-Audit Schleswig-Holstein
Hervorgegangen aus mehreren Vorstufen und einem mehrjährigen Anpassungsprozess startete das Sport-Audit im Jahr 2005 als Pilotprojekt mit optimiertem Managementkonzept und einem stufenweisen Aufbau zunächst mit dem Schwerpunkt Luftsport.
Zwei Jahre später wurde unter Federführung des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV) die Übertragbarkeit auf andere Sportarten geprüft. In Zusammenarbeit mit sechs Vereinen aus den Sportarten Motorbootsport, Segeln, Kanuwandern, Reiten und Mehrspartensport wurde das Sport-Audit Schleswig-Holstein etabliert.
Wie alle Vorstufen wurde dieses Projekt durch das Umweltministerium Schleswig-Holstein gefördert.
Das Sport-Audit Schleswig-Holstein bietet Sportvereinen eine Möglichkeit, den Natur- und Umweltschutz im Vereinsbetrieb in einem fortlaufenden Prozess und nicht nur durch eine einmalige Bestandsaufnahme kontinuierlich zu verbessern.
In einem Mehrstufensystem werden die Handlungsschwerpunkte Umwelt- und Naturschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Qualität in der Vereinsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet.
In den ersten beiden Stufen geht es zunächst darum, Straftatbestände bzw. Ordnungswidrigkeiten aus dem Umweltrecht / Arbeits-und Gesundheitsschutz und besondere Umweltrisiken zu entdecken und zu beseitigen.
Deshalb wurden für das Sport-Audit Schleswig-Holstein alle wichtigen und relevanten bundes- und landesrechtlichen Regelungen aus dem Umwelt- und Naturschutz und der Arbeitssicherheit zusammengetragen und für Nichtjuristen bzw. für die Anwendung in der Alltagsarbeit eines Sportvereins übersetzt.
Die Stufen drei (und vier) kümmern sich verstärkt um die Bereiche Qualität in der Vereinsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.
Alles, was für einen Verein wichtig ist, wird – wenn machbar und messbar – nach und nach verbessert. Schritt für Schritt wird die Leistung gesteigert – immer gemessen an den eigenen Möglichkeiten mit Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Zielterminen.
Möchte Ihr Verein außerhalb der jeweils aktuellen Projektstaffel ein Sport-Audit durchführen, stellt Ihnen der LSV alle dafür benötigten Unterlagen (Checklisten, Arbeitsblätter, Beschreibungen etc.) unentgeltlich zur Verfügung.
Nach vorheriger Anfrage erfolgt die Zustellung der Unterlagen aus technischen Gründen in elektronischer Form per E-Mail oder durch die Übersendung eines Datenträgers.
Haben Sie Interesse an den Unterlagen richten Sie Ihre Anfrage bitte über die u.a. Kontaktdaten an unseren zuständigen Mitarbeiter.
Kontakt:
Dr. Sven Reitmeier
Fachinformationen
Fon: 0431 / 64 86 - 118
Fax: 0431 / 64 86 - 190
Mail: sven.reitmeier[at]lsv-sh.de
Text: © LSV-SH